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© Christian Dietz
2003-2017


Pinguicula - das Fettkraut

Pinguicula moranensis x emarginata Pinguicula grandiflora Pinguicula grandiflora
Pinguicula moranensis x emarginata Pinguicula grandiflora Pinguicula grandiflora
Allgemeines

Pinguicula bilden, bis auf wenige Ausnahmen, Rosetten aus. Die Blätter sind mit winzigen klebrigen Tentakeln besetzt, mit deren Hilfe sie kleine Insekten fangen. Durch die geringe Größe ihrer Tentakel haben die Pflanzen oftmals ein nicht-karnivores aussehen. Pinguicula bilden eigene Enzyme aus, was die Zuordnung zu den Karnivoren unstrittig macht. Die Pflanzen bilden sehr attraktive Blüten aus.

Vorkommen und Wachstumstypen

Mit Ausnahme von Australien und den arktischen Gebieten, bevölkern Pinguicula alle Kontinente. Das Hauptverbreitungsgebiet der Gattung ist allerdings Mexiko. Von dort kommen die bekanntesten Arten, wie z.B. Pinguicula esseriana oder aber Pinguicula moranensis.

Die mexikanischen Arten lassen sich grob in zwei Wachstumstypen unterteilen. Zum einen gibt es die so genannten homophyllen Arten. Diese Arten bilden während des kompletten Jahres lediglich einen Blatttyp aus. Das Gegenteil davon sind die heterophyllen Arten, die innerhalb eines Jahres zwei verschiedene Blatttypen ausbilden. Diese Arten besiedeln Gebiete, die im Sommer sehr trocken fallen können. Als Anpassung daran bilden die Pflanzen während dieser Zeit kleinere, sukkulente, nichtkarnivore Blätter aus. Zu Beginn der feuchteren Jahreszeit werden dann wieder karnivore Fangblätter gebildet.

Eine Reihe eher weniger bekannter und weniger kultivierter Arten stammt aus Mittelamerika. Hier ist insbesondere Kuba zu nennen. Pinguicula albida, Pinguicula bissei oder Pinguicula lignicola stammen z.B. von dort.

Auch Südamerika hat eine Handvoll wenig bekannter Arten wie z.B. Pinguicula involuta aus Bolivien und Peru oder Pinguicula chilensis aus Argentinien und Chile, zu bieten.

Weitere Arten kann man auch in Europa, USA und Kanada finden. Ein Teil dieser Arten bildet während es Winters Hibernakel als Schutz gegen tiefe Temperaturen aus. Hier wäre z.B. die auch in Deutschland heimische Art Pinguicula vulgaris zu nennen.

Kultur

Da auch diese Gattung sehr komplex ist, sind allgemeine Kulturtipps fast nicht möglich. Ich selbst kultiviere lediglich ein paar der unkomplizierteren mexikanischen Arten. Daher möchte ich mich hier auch nur auf Hinweise zu dieser Gruppe beschränken.

homophylle mexikanische Pinguicula

In diese Kategorie fällt z.B. Pinguicula emarginata. Die Pflanzen wachsen und blühen das ganze Jahr durch. Ich halte sie immer mehr oder weniger im Anstau. Im Winter lasse ich den Untersetzer allerdings auch schon mal austrocknen. Den Winter verbringen sie bei mir im auf 5°C geheizten Gewächshaus. Sie stehen ganzjährig halbschattig. Als Substrat verwende ich eine Torf/Sand-Mischung.

heterophylle mexikanische Pinguicula

In diese Kategoire fallen z.B. Pinguicula laueana und Pinguicula eherlsiae. Während des Sommers stehen die Pflanzen bei mir im Anstau. Zu Beginn des Winters, wenn die Pflanzen mit der Bildung der Winterrosette beginnen, stelle ich das Gießen langsam aber sicher ein. Die Pflanzen werden erst wieder gegossen, wenn sie mit der Bildung der Sommerrosette beginnen. Die Pflanzen stehen bei mir ganzjährig halbschattig. Im Winter stehen sie bei etwa 5°C im Gewächshaus. Als Substrat verwende ich eine Torf/Sand-Mischung.