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Drosera aliciae

Drosera aliciae - Montagu Pass, Western Cape - Drosera aliciae - Südafrika - Tag 12 - Afrika Drosera aliciae
Montagu Pass, Western Cape
Allgemeines

Drosera aliciae wurde 1905 von Raymond Hamet beschrieben. Es handelt sich um einen rosettenbildenden Sonnentau aus Südafrika. Oftmals ist er neben Drosera capensis eine der ersten Drosera die man zu Beginn besitzt.

Naturvorkommen

Die Heimat von Drosera aliciae ist Südafrika. Dort kann man die Pflanzen im südlichen Western Cape finden. Östlich reicht das Verbreitungsgebiet bis in die westlichen Ausläufer des eastern Capes (Obermeyer, 1970). Die Pflanzen wachsen an dauernassen Stellen, oftmals zusammen mit Drosera capensis. Drosera aliciae macht keine Sommerruhe.

Drosera aliciae ist in der Natur sehr variabel. Dies betrifft sowohl die Größe der Pflanzen, als auch die Ausfärbung. Die Rosetten erreichen Durchmesser von geschätzt 4-6cm und können in grün bis tiefrot vorkommen.

Ich konnte mir auf meinen drei Südafrika-Reisen einige Standorte dieser Pflanze anschauen. Kennt man diese Art aus Kultur und weiß man wie einfach und schnell sie sich vermehren lässt bekommt man sehr schnell den Eindruck, dass sie in der Natur massenhaft zu finden sein muss. Ähnlich wie Drosera capensis ist sie aber trotz ihres großen Verbreitungsgebietes nicht sonderlich häufig zu finden. Droser aliciae kommt größtenteils in sommertrockenen Gebieten vor, möchte aber gerne ganzjährig immer etwas feucht stehen. Solche Stellen sind innerhalb des Verbreitungsgebietes relativ selten.

Typische Standorte von Drosera aliciae sind Felshänge, an denen ganzjährig etwas Wasser runterrieselt oder aber auch offene Flächen in der Nähe von Gewässern oder kleineren Flüssen. Alle Standorte bleiben auch im Sommer immer etwas feucht.

Unterscheidung von anderen Arten

Am Standort kommt Drosera aliciae oftmals mit Drosera trinervia und Drosera admirabilis vor. Vor allem mit letzterer kann man sie leicht verwechsenln.

Drosera aliciae und Drosera admirabilis unterscheiden sich unter anderem durch einen stark bogig aufsteigenden Blütenstiel bei Drosera aliciae (gerade oder nur sehr leicht gekrümmt bei Drosera admirabilis), den Griffelenden (löffelförmig bei Drosera aliciae, sternförmig bei Drosera admirabilis - bei Drosera aliciae sind die Griffeläste oftmals zudem noch deutlich auf halber höhe geteilt, bei Drosera admirabilis fehlt diese Teilung oft oder ist undeutlich) und der Samenform (deutlich sichtbare dünne Polenden bei Drosera aliciae, die bei Drosera admirabilis fehlen). Ohne die Blüten kann man sie noch an dem aussehen der Rosette unterscheiden. Drosera admirabilis wirkt oftmals gedrungener. Die Blätter von Drosera aliciae sind von der Pflanzenmitte kommend oftmals recht dünn und verbreitern sich deutlich in Richtung der Lamina (dem mit Tentakeln besetzten Teil), während die von Drosera admirabilis insgesamt breiter sind und sich über die Länge nicht so sehr verbreitern. Außerdem hat Drosera aliciae oftmals deutlichere Petiolen (der ohne Tentakel besetzte Teil), bei Drosera admirabilis sind sie zum Teil nur sehr schwer wahrzunehmen.

Von Drosera trinervia kann man Drosera aliciae anhand des Blütenstengels (kurz (10-15cm), gerade aufsteigend mit kleinen weißen oder hellpinken Blüten bei Drosera trinervia, hoch (>20cm), bogig aufsteigend mit pinken, selten weißen, Blüten bei Drosera aliciae), der Blattform (auf ganzer Länge etwa gleichbreite Blätter, Petiolen kaum vorhanden (Drosera trinervia), Blätter zu Beginn dünner, Petiolen in der Regel sichtbar (Drosera aliciae) sowie den Samen (sehr länglich bei Drosera aliciae), eiförmig bei Drosera trinervia) unterscheiden.

Kultur

Drosera aliciae ist, wie auch Drosera capensis sehr anspruchslos. Man kann diese Pflanze mit etwas Geschick ganzjährig auf einer hellen Fensterbänken kultivieren. Sie mögen es gerne immer möglichst hell, Zimmertemperatur ist ausreichend. Die Winter am Naturstandort sind allerdings deutlich kühler ,daher kultiviere ich meine Pflanzen den Winter über in meinem auf etwa 5°C beheizten Gewächshaus. Dies scheint den Pflanzen sehr gut zu bekommen. Eine ganzjährige Kultur bei Zimmertemperatur ist allerdings auch möglich.

Als Substrat kann man Torf/Sand, Torf/Perlite-Mischungen oder auch reinen Torf verwenden. Die Pflanze stellt keine besonderen Ansprüche an das Substrat.

Im Laufe der Zeit kann Drosera aliciae sehr starke wurzeln ausbilden. Daher emppfiehlt sich die Kultur in möglichst tiefen Töpfen.

Gegossen werden meine Pflanzen ganzjährig im Anstau. An die Luftfeuchte werden keine besonderen Ansprüche gestellt.

Vermehren lässt sich Drosera aliciae sehr einfach über Samen. Dazu wirft man die feinen Samen einfach auf das Substrat und stellt den Topf warm und hell. Nach etwa drei Wochen keimen die ersten Pflanzen. Man kann sie aber auch durch Blatt- und Wurzelsteckling vermehren.

Literatur

Obermeyer,A.A., 1970: Droseraceae, in Codd L.E., De Winter B., KillickK D.J.B. & H.B. Rycroft(eds.). Flora of Southern Africa 13: 187-201. Pretoria. Online

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