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Drosera capensis

Drosera capensis - Franschhoek - Drosera capensis - Südafrika - Tag 18 - Afrika Drosera capensis
Franschhoek
Allgemeines

Drosera capensis wurde 1753 von Carl von Linné beschrieben. Ihre Namen verdankt sie ihrer Herkunft, der Kap-Region von Südafrika. Sicherlich gehört Drosera capensis für viele Züchter zu einer der ersten Drosera, die sie besessen haben.

Naturvorkommen

Drosera capensis kommt aus Südafrika. Dort kann man sie in einem Streifen von Vanrhynsdorp im Norden, das Kap der Guten Hoffnung im Süden und östlich bis etwas hinter Hermanus finden.

Diese Art findet man, im Gegensatz zu vielen anderen südafrikanischen Drosera an ganzjährig feuchten Standorten. Typische Standorte von Drosera capensis sind vertikale Wände, an denen ständig etwas Wasser runterfließt.

Ich hatte das Glück auf meinen drei Reisen zwischen 2009 und 2014 einige Naturstandorte dieser Art zu besichtigen. Dabei ist sehr auffallend, dass die Pflanzen in der Natur keineswegs häufig sind. Oftmals muss man etwas suchen, bis man sie findet. Dies ist insofern überraschend, da Drosera capensis in Kultur als regelrechtes Unkraut bekannt ist. Bedenkt man allerdings, dass die Pflanze an mehr oder weniger ganzjährig feuchte Standorte angewiesen ist, und Südafrika größtenteils ein sommertrockenes Land ist, wird diese Tatsache klar.

Die Pflanzen sind sehr variable und fast jeder Standort bildet eigene Formen aus. Die Pflanzen unterscheiden sich unter anderem durch ihre Größe, die Länge der Fangblätter, den Blütenaufbau, der Farbe und vielem mehr.

Pflanzen in Kultur

Von Drosera capensis sind einige Standortformen in Kultur. Die bekanntesten dürften die gestauchten Pflanzen vom Bain’s Kloof, sowie die Form vom Matroosberg oder die roten Drosera capensis vom Gifberg sein.

Zu den Pflanzen vom Bain’s Kloof sei gesagt, dass dort bei weitem nicht alle Pflanzen so aussehen, wie die von uns oftmals mit dieser Standortangabe kultivierten Pflanzen. Nur ein kleiner Teil der Pflanzen von dort entsprechen diesen gestauchten Pflanzen!

Die Pflanzen vom Matroosberg haben die Eigenart, dass sie im Winter eine Art leichtes Hibernakel bilden. Sie stellen das Wachstum vollkommen ein und ziehen bis auf die Pflanzenmitte ein. Erst bei wärmeren Temperaturen beginn sie wieder mit dem Neuaustrieb. Dies scheint eine Anpassung an das extreme Klima des Matroosberg zu sein. Leider konnte ich bei unserem Ausflug auf diesen Berg keine Pflanzen finden.

Eine weitere Form, die sich in Kultur befindet stammt wohl vom Montagu Pass. Hierbei handelt es sich um besonders große Pflanzen.

Schließlich befinden sich noch tiefrote Pflanzen mit der Standortangabe „Gifberg“ in Kultur. Die Pflanzen sind mittelgroß und färben sich bei ausreichend Sonnenlicht tiefrot ein. Soweit mir bekannt, existiert diese Form lediglich in der Gegend um den Gifberg.

Neben den Naturformen gibt es von Drosera capensis noch einen Kultivar, Drosera capensis 'Albino'. Diese Pflanze zeichnet sich dadurch aus, dass sie als einzige Form weiße Blüten besitzt und ansonsten auch fast keine roten Farbstoffe ausbildet. Wird sie unter wenig Licht kultiviert könnte man meine, es handele sich dabei um eine farbstofffreie Form von Drosera capensis. Dem ist allerdings nicht so! Die Pflanze färbt sich unter ausreichend Licht leicht rosa ein. Oftmals wird diese Pflanze auch unter Drosera capensis f. alba oder noch schlimmer als Drosera alba aufgeführt. Beide Namen sind allerdings für diese Pflanze nicht gültig. Drosera alba ist in jedem Fall zu vermeiden, da es sich dabei um eine eigene Art handelt, die nichts mit Drosera capensis zu tun hat. Eine Drosera capensis f. alba wurde bisher nicht beschrieben.

Kultur

Drosera capensis gilt als eine der anspruchslosesten Drosera überhaupt. Mit etwas Glück kann man diese Pflanze ganzjährig sogar auf hellen Fensterbänken kultivieren. Sie mögen es gerne immer möglichst hell, Zimmertemperatur ist ausreichend. Die Winter am Naturstandort sind allerdings deutlich kühler, es wurde mir sogar schon von Pflanzen berichtet, die den Winter unter Schnee stehen sollen. Daher kultiviere ich meine Pflanzen den Winter über in meinem auf etwa 5°C beheizten Gewächshaus.

Als Substrat kann man Torf/Sand, Torf/Perlite-Mischungen oder auch reinen Torf verwenden. Die Pflanze stellt keine besonderen Ansprüche an das Substrat.

Da Drosera capensis im Lauf der Zeit recht groß werden kann und auch sehr kräftige Wurzeln ausbildet sind tiefe und breite Töpfe zu empfehlen.

Gegossen werden meine Pflanzen ganzjährig im Anstau. An die Luftfeuchte werden keine besonderen Ansprüche gestellt.

Vermehren lässt sich Drosera capensis sehr einfach über Samen. Dazu wirft man die feinen Samen einfach auf das Substrat und stellt den Topf warm und hell. Nach etwa drei Wochen keimen die ersten Pflanzen. Man kann sie aber auch durch Blatt- und Wurzelsteckling vermehren.

Bilder vom Naturstandort

+ Bain's Kloof - Südafrika

+ Kap der Guten Hoffnung - Südafrika

+ Cederberg, Western Cape - Südafrika

+ Ceres, Western Cape - Südafrika

+ Du Toitskloof - Südafrika

+ Franschhoek - Südafrika

+ Gifberg - Südafrika

+ Gordon's Bay - Südafrika

+ Hermanus, Western Cape - Südafrika

+ Kogelbaai Road - Südafrika

+ Matroosberg, Western Cape - Südafrika

+ Orange Kloof - Südafrika

+ Theewaters Kloof Dam - Südafrika

+ Tradouw Pass - Südafrika

Bilder aus Kultur

+ "rot" - DROS219

+ DROS27

+ 'Albino' - DROS44

+ DROS45-DRO

+ DROS45

+ DROS91

+ DROS27

+ 'Albino' - DROS44

+ "rot" - DROS219

+ DROS91

+ 'Albino' - DROS44

+ Bain's Kloof - DROS287

+ Bot River - DROS95

+ Ceres, Western Cape - DROS119

+ Franschhoek - DROS106

+ Gifberg - DROS303

+ Matroosberg, Western Cape - DROS142

+ Montagu Pass, Western Cape - DROS199

+ Theewaters Kloof Dam - DROS106

+ Vogelgat Nature Reserve - DROS147