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© Christian Dietz
2003-2021

USA 2013

13.06.2013 bis 28.06.2013

Sarracenia alata var. ornata
Die Gattung Sarracenia interessiert mich seit Beginn meines Interesses an Karnivoren. Hier haben es mir die drei aufrechtwachsenden Arten Sarracenia flava, Sarracenia leucophylla und Sarracenia alata besonders angetan. Daher war es nur eine Frage der Zeit, bis eine Reise in die Südstaaten der USA auf dem Plan stand.

Dieses Mal haben sich neben Tim Beier, Thomas Lorenz und Claus-Jürgen Lenz noch Anja und Holger Hennern gefunden. Anja und Holger begannen ihre Reise bereits ein paar Tage früher in Florida. Wir flogen zuerst nach Washington um von dort aus nach Virginia zu Meadowview zu fahren. Phil Sheridan kannte ich bereits von 2010. Daher freute ich mich darauf ihn wieder zu sehen und auch darauf zu sehen, welche Fortschritte seine Projekte gemacht habenn.

Mit Anja und Holger vereinbarten wir, uns in Wilmington zu treffen und von dort an entlang der Südstaaten gemeinsam auf Karnivorentour zu gehen.

Am 13.06. ging die Reise los.


Dionaea muscipula, Sarracenia oreophila und Sarracenia flava var. ornata

Tag 1 - Flug nach Wahshington und Fahrt nach Fredricksburg

13.06.2010

Thomas und Tim kamen bereits am Vorabend zu mir. Ein letztes Mal grillten wir noch auf heimischen Boden, bevor am Vormittag des 13.06. mit dem Zug zum Flughafen Frankfurt fuhren. Die Fahrt verlief problemlos, wir trafen uns wie vereinbart um 10.30 Uhr mit Claus-Jürgen unter der großen Tafel im Terminal 1A.
unser Flieger nach Washington
Es gab keine weiteren Probleme, unser Flieger startete pünktlich um 13.10 Uhr. Der Flug nach Washington verlief ohne besondere Vorkomnisse.

Nach Ankunft in Washington und der Einreise in die USA holten wir den Mietwagen ab. Das verlief etwas chaotisch. Uns wurden zuerst diverse Autos gezeigt, die größer als das von uns bestellte Model waren und auch nur gegen Aufpreis zu haben. Da uns diese Autos allerdings gerade ausreichend groß vorkamen (und unser ursprünglich gebuchtes Auto sicher etwas zu klein gewesen wäre) entschlossen wir uns schließlich für eines dieser Modelle und zahlten auch den Aufpreis von 300 USD.

Allerdings sollte unsere Freude nicht lange anhalten. Bereits an der Schrankenausfahrt wurden wir gestoppt und darauf hingewiesen, dass wir dieses Auto nicht hätten bekommen sollen, da es angeblich defekt sei. Als Entschädigung für die ganzen Unannehmlichkeiten durften wir uns ein beliebiges Auto aussuchen. Wir wählten einen noch etwas größeren Chevy Tahoe Suburban. Nun hatten wir in jedem Fall ausreichend Platz für Gepäck, Verpflegung und Mitfahrer.

Die Fahrt nach Fredericksburg verlief problemlos. Fürs Abendessen entschieden wir uns für das Ponderosa Steakhouse in direkter Nachbarschaft zu unserem Motel. Dort gab es Steaks und Buffett. Gerne hätten wir noch ein Bier mit auf unser Zimmer genommen, aber uns wurde leider keins verkauft.

Tag 2 - Meadowview

14.06.2010

Im Vorfeld der Reise hatte ich mit Phil Sheridan Kontakt aufgenommen. Phil kannte ich bereits von unserer 2010er Tour.
Hinweisschild an der Straße
Wir vereinbarten, uns an diesem Tag bei ihm in der Gärtnerei am Hauptquartiert von Meadowview zu treffen.

Phil Sheridan hatte für diesen Tag einen Tag der offenen Tür arrangiert. Dort sollten Claus-Jürgen und ich auch einen Vortrag halten. Das taten wir natürlich gerne.

Wir sollten dort gegen 10 Uhr sein. Auf der Fahrt dorthin wollten wir noch einen Supermarkt aufsuchen. Allerdings fanden wir keinen und fuhren daher direkt zu Meadowview, wo wir dann bereits gegen 9 Uhr ankamen. Wir ließen uns von Phil kurz erklären, wo wir einen finden könnten und fuhren schnell einkaufen, bevor wir pünktlich um 10 Uhr wieder zurück waren.

Mike, ein Mitarbeiter Meadowviews, zeigte uns das „Central Virginia Preserve“, auf dem einige Sarracenia purpurea angepflanzt sind. 2013 war eines der Jahre, in denen die 17-Jahres-Zikade ausschwärmt. Wir konnten diese Tiere an dem Tag sehen. Im Anschluss daran schauten wir uns die Sammlung von Meadowview an. In einem kleinen Gewächshaus werden hauptsächlich Nepenthes und einige Sarracenia-Sämlinge kultiviert.
Sarracenia flava
Im Freien stehen hunderte Sarracenia in Beeten. Ein besonderes Highlight ist ein Teich, in dem seit Jahren eine große Population von Aldrovanda vesiculosa wächst.

Gegen 15 Uhr starteten Claus-Jürgen und ich mit unserem Vortrag über Westaustralien. Er ging etwa 90 Minuten und wurde live im Internet gestreamt. Es waren etwa 10 Leute in Meadowview dabei, online nochmal weitere 18.Nach dem Vortrag blieben einige Leute noch etwas länger, um Erfahrungen auszutauschen. Hier hatten wir die Möglichkeit so bekannte Leute wir Bill Scholes und John Hummer kennenzulernen. Von Bill Scholes haben wir sogar noch ein paar Informationen zu Standorten bei Apalachicola/Sumatra erhalten. Gegen 18.30 sind wir zurück ins Hotel gefahren. Das Abendessen fand in einem lokalen Wendy’s statt.

Tag 3 - Das Joseph Pines Preserve

15.06.2010

Wir trafen uns morgens um 08.30 in Meadowview, um gemeinsam mit Phil nach Joseph Pines zu fahren. Das Joseph Pines Preserve liegt im Süden Virginias und etwa 150 Kilometer vom Hauptquartier entfernt. Phil hatte dort für 10.30 Uhr eine Besichtigung angesetzt. Zu dieser Besichtigung kam noch ein Pärchen sowie ein weiterer Mann

Am Eingang des Preserves
Phil führt die kleine Gruppe durch die verschiedenen Bereiche des Preserves. Wir konnten etliche schöne Sarracenia flava und Sarracenia purpurea sehen. In einem der Sümpfe hatten sich sogar bereits einige Hybriden angesiedelt. Das ist ein gutes Zeichen, da es zeigt, dass sich die Bestände dort auf natürliche Weise vermehren können. Neben den Schlauchpflanzen konnten wir noch Drosera capillaris und Drosera brevifolia sowie einige Utricularia sehen. Auch die Begleitpflanzen sind durchaus sehenswert.

Da wir uns abends mit Anja und Holger in Wilmington verabredeten hatten um von dort aus unsere gemeinsame Reise zu starten brachen wir am frühen Nachmittag auf. Wir hatten etwa vier Stunden Fahrt vor uns. Zum Glück ging alles glatt und wir waren etwa um 18 Uhr in Wilmington. Anja und Holger waren zu der Zeit bereits vor Ort. Wir alle freuten uns sehr, uns zu sehen. Den Abend verbrachten wir dann bei einem Mexikaner um die Ecke und anschließend auf unseren Zimmern. Da wir am nächsten Tag früh aufstehen mussten und wir alle auch müde waren wurde es nicht extrem spät.