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© Christian Dietz
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Tag 1 - Flug und Ankunft

21.05.2010

Morgens trafen wir uns am Flughafen in Frankfurt. Die Abflugzeit war für 09.55 Uhr angesetzt. Mit Phil hatten wir vereinbart, dass er uns in Richmond abholen wird.
The Germans are coming!
Da es von Deutschland keine Direktflüge dahin gab mussten wir in Washington umsteigen.

Das Hauptquartier der Meadowview Biological Research Station liegt in der Nähe von Fredericksburg, also etwa in der Mitte von Richmond und Washington. In diesem Haus sollten wir diese Woche untergebracht werden. Da der Verkehr im Großraum Washington oftmals sehr chaotisch ist bat uns Phil darum, bis nach Richmond zu fliegen. Dies taten wir dann natürlich auch.

Unsere Flugverbindung war leider nicht optimal. Wir hatten eine Umsteigezeit von etwa vier Stunden in Washington. Einen Teil der Wartezeit verging alleine durch die Einreiseformalitäten in die USA. Carsten geriet nach der Landung zudem noch in eine Routinekontrolle. Dies hatte zur Folge, dass sein Koffer komplett durchsucht wurde.

Bereits im Flieger mussten wir ein Formular ausfüllen, auf dem wir unter anderem versicherten, dass wir keine terroristischen Anschläge in den USA planen. Dieses Dokument mussten wir nun an der Passkontrolle abgeben. Für die Einreise in die USA benötigt man zudem noch ein ESTA-Visum. Dies hatten wir im Vorfeld der Reise online erworben.

Wir standen einige Zeit am Schalter in der Warteschlange. Schließlich kam ich an die Reihe und mir wurden diverse Fragen gestellt.
Sarracenia flava in der Gärtnerei
Unter anderem wollten sie wissen, was wir denn genau vorhaben, wo wir genau sein werden und vor allem, unter welcher Adresse wir untergebracht sind. Da ich darauf nicht wirklich vorbereitet war konnte ich die meisten dieser Fragen gar nicht so genau beantworten. Dennoch wurde ich reingelassen. Das Einreiseverfahren sieht außerdem vor, dass man unter anderem Fingerabdrücke abgibt und ein Bild von sich machen lässt.

Vor dem Abflug nach Richmond gab es noch ein paar Irritationen im Flieger. Ein Fluggast hatte es geschafft hatte, seine Katze mit an Bord zu nehmen. Das Tier war zwar in einem Käfig, allerdings passte dieser nicht unter den Sitz und der Besitzer wollte sein Tier ungern in die Gepäckablage stellen. Eine Stewardess konnte schließlich ein kleines Fach im Flieger finden, wo das Tier samt Käfig für den Flug verbleiben konnte. Wir wurden noch darauf hingewiesen, dass es aufgrund des kurzen Fluges keinen Service an Bord geben würde und wir auch nicht aufstehen oder uns abschnallen durften. Der Flug nach Richmond dauerte keine 30 Minuten und bestand praktisch nur aus Start und Landung. Das Verstauen der Katze hatte deutlich mehr Zeit in Anspruch genommen als der eigentliche Flug dann dauerte.

Wir erreichten den Flughafen in Richmond mit etwas Verspätung. Ohne, dass wir Phil, oder er uns, jemals gesehen hatte fanden wir uns wenige Zeit später. Phil hatte sich als Erkennungsmerkmal ein T-Shirt mit einer abgebildeten Sarracenia angezogen. Nach etwa 40 Minuten im Auto waren wir dann am Ziel, dem Hauptquartier der Meadowview Biological Research Station. Hier durften wir in der kommenden Woche wohnen.


der Teich von Meadowview

Das Haus ist direkt am Wald gebaut und ist mit Küche, Bad und zwei Schlafzimmern voll ausgestattet. Zur Zeit unseres Besuchs war es noch unbewohnt, so dass wir dort bleiben konnten. Mittlerweile dient es als Unterkunft für die Praktikanten, die Meadowview regelmäßig helfen. Außerdem fungiert es als Hauptgebäude von Meadowview. Von dort aus wird ein Großteil der anfallenden Büroarbeiten erledigt.

Nachdem wir unsere Sachen ins Haus getragen hatten zeigte uns Phil noch das Anwesen. Die Gärtnerei von Meadowview grenzt direkt an das Haus an. Hier werden die Pflanzen für den Verkauf und die Wiederansiedlung gezüchtet. Neben zahlreichen Sarracenia gibt es auch einige einheimische Drosera, Dionaea und Utricularia zu sehen.
Aldrovanda vesiculosa
In einem kleinen beheizten Gewächshaus werden zudem noch einige Nepenthes und weitere wärmeliebende Arten gehalten. Erwähnenswert ist sicher, dass dieses Gewächshaus und auch das Haus von einem Ofen beheizt werden, der mit Holz betrieben wird.

Besonders erwähnenswert dürfte der Teich sein, der sich ebenfalls auf dem Gelände befindet. Im kompletten Uferbereich befanden sich diverse Sarracenia flava und Sarracenia alata. Einige Iris fielen uns ebenfalls auf. Das eigentliche Highlight sind allerdings die im Teich befindlichen Aldrovanda. Die Pflanzen wucherten geradezu, die Randbereiche des Teiches waren dicht mit der Pflanze besetzt.

Bedingt durch den Jetlag gingen wir nach einem kurzen Abendessen recht früh ins Bett. Die quakenden Frösche und die Glühwürmchen nahmen wir an diesem Tag nicht war. Für den nächsten Tag war bereits der Vortrag, für den wir ja eigentlich nach Virginia geflogen sind, angesetzt.

Bilder dieses Tages

<i>Sarracenia flava</i> Spinne auf Wasser <i>Sarracenia purpurea</i>
Sarracenia flava Spinne auf Wasser Sarracenia purpurea
 
 <i>Sarracenia flava</i>
 Sarracenia flava