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Tag 1: Ankunft, Zuckerhut und Copacabana

10.07.2015

Wir landeten gegen 5 Uhr morgens lokaler Zeit in Rio de Janeiro. Es folgten nun die üblichen Einreiseformalitäten.
unser Flieger nach Rio
Nachdem wir alle unseren Stempel im Reisepass hatten und darauf hingewiesen wurden, dass wir das Formular, das wir im Flieger ausgefüllt hatten, bitte bei der Ausreise wieder vorlegen sollten (es bis dahin also nicht verlieren dürfen!) begannen wir mit der Suche nach einem Geldautomat. Ein freundlicher Mitarbeiter des Flughafens führte uns zu einem Automaten, an dem auch Ausländer Geld bekommen können. In Brasilien gibt es typischerweise zwei verschiedene Systeme. Eins davon kann lediglich von Menschen mit inländischen Konten genutzt werden, das andere auch mit ausländischen EC- oder Kreditkarten.

Die nächste Hürde, die wir nehmen mussten war ein Taxi zu bekommen, um zu unserem Hotel zu kommen. Das ist ja eigentlich eine recht einfache Aufgabe, kann aber kompliziert werden, wenn beide Seiten nicht dieselbe Sprache sprechen. Uns wurde im Vorfeld der Reise bereits gesagt, dass Englisch in Brasilien nicht weit verbreitet ist. Aber, dass es schon direkt nach der Anreise am internationalen Flughafen in Rio ein Problem werden könnte hätten wir nicht gedacht. Die beiden Damen am Schalter sprachen in der Tat kein Wort Englisch. Mit Händen, Füßen und Papierausdrucken machten wir ihnen klar, was wir wollten. Die Preise zeigten sie uns jeweils auf einem Taschenrechner eingetippt. Irgendwann hatten wir auch ein Taxi und wurden zum Hotel gefahren.

Der Verkehr in Rio ist sehr chaotisch. Motorradfahrer nutzen praktisch jede Gelegenheit, um zwischen den Autos durchzukommen. Auch die Autofahrer nehmen relativ wenig Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer.
Straße vor unserem Hotel
Verkehrsregeln schienen uns nur gut gemeinte Hinweise zu sein, die man generell nicht beachten muss. Zu Beginn unserer Taxifahrt hätte unser Fahrer auch fast einen Unfall gebaut. Dennoch spielte er unbeirrt während der Fahrt weiter mit seinem Handy. Die Fahrt zu unserem Hotel dauerte etwa eine Stunde. Gegen 07.15 Uhr kamen wir dort an.

Ich hatte das Hotel bereits im Vorfeld über unsere sehr frühe Ankunftszeit informiert und daher einen Tag mehr buchen müssen. Offensichtlich hatten sie uns wohl tatsächlich am Vortag erwartet, so dass unsere Zimmer bereits wieder storniert waren. Nach einigem hin und her (auch hier wurde kaum Englisch gesprochen) konnten wir die Zimmer dann aber schließlich doch beziehen.

Da wir ja sehr früh angekommen sind, waren wir genau richtig um noch etwas vom Frühstück abzubekommen. Das Angebot war reichlich, es gab praktisch alles, was man sich wünschen konnte. Von Wurst, Käse, Marmelade, diverse Gebäcke, Speck mit Eiern, Würstchen, Müsli und reichlich Obst war alles vorhanden. Im Anschluss an das Frühstück ruhten wir uns noch etwa eine Stunde aus, bevor wir uns auf der Dachterrasse unseres Hotels trafen.


Blick von der Dachterrasse unseres Hotels

Von dort aus hat man einen guten Ausblick auf den Zuckerhut und die Christusstatue, die sich etwas weiter entfernt vom Hotel befanden.
Seilbahn am Zuckerhut
Es war etwa 10 Uhr morgens, als wir das weitere Vorgehen für den Tag besprachen. Auf dem Plan stand der Besuch des Zuckerhuts und für den späten Nachmittag noch ein kurzer Abstecher an die Copacabana.

Nachdem wir uns alle bereit gemacht hatten, trafen wir uns in der Lobby des Hotels. Dort baten wir darum, uns ein oder zwei Taxis zu rufen. Der nette Mann an der Rezeption verwies uns an einen englischsprachigen Mitarbeiter aus der Lobby des Hotels. Dieser junge Mann sprach erstaunlich gut Englisch und half uns gerne dabei, uns ein Taxi zu rufen.

Bei uns ist man es ja gewohnt, dass man Taxis per Telefon ruft. Hier lief es allerdings anders ab. Um ein Taxi für uns zu besorgen sprang er auf die Straße und versuchte vorbeifahrende Taxis auf sich aufmerksam zu machen. Kurze Zeit später standen zwei Taxis bereit. Die Fahrt verlief wieder sehr chaotisch, auf Verkehrsregeln muss man in Rio wohl tatsächlich nicht unbedingt achten. An der Station zum Zuckerhut wurden wir rausgelassen.

der Zuckerhut
Auf den Zuckerhut kommt man nur mit Hilfe zweier Seilbahnfahrten. Dies ist für jemanden wie mich mit Höhenangst jedes Mal ein Abenteuer. Zuerst mussten wir allerdings eine längere Zeit anstehen. Direkt nach dem Eingang der Bergstation muss man sich in einer Schlange anstellen. Die erste Schlange führte uns allerdings nur zu einer Fotostation, an der man sich vor einem grünen Hintergrund fotografieren lassen konnte. Später wurde dieser Hintergrund durch den Zuckerhut ersetzt. Das so entstandene Bild konnte man dann käuflich erwerben.

Nach dieser Schlange folgte direkt die Schlange zu den Kassenhäusern. Irgendwann hatten wir auch das hinter uns und standen in einer weiteren Schlange, dieses Mal zu den Seilbahnen. Wenig später standen wir dann in der Seilbahn, die uns auf den Morro da Urca, dem Zwischenstopp auf dem Weg zum Zuckerhut, brachte.

Der Blick hinab auf Rio war beeindruckend.
Rio de Janeiro - Blick vom Zuckerhut
Wir blieben eine ganze Zeit dort, um den Ausblick zu genießen. Auf einer kleinen Bank machten wir kurz Pause, bevor wir uns in die Schlange zur Seilbahn auf den Zuckerhut begaben.

Nach der zweiten Gondelfahrt kamen wir auf dem Zuckerhut an. Dies ist im Prinzip lediglich eine größere Aussichtsplattform mit ein paar Getränkeständen. Das Wetter hatte uns an diesem Tag nicht im Stich gelassen, so dass wir die herrliche Aussicht auf Rio genießen konnten, während über uns die Geier kreisten. Für diesen Ausblick hat sich das Anstehen definitiv gelohnt!

Nachdem wir uns an einem der Verpflegungsstände etwas zu trinken gekauft hatten und die ersten Eindrücke von Brasilien auf uns wirken gelassen haben gingen wir zurück zur Seilbahn, um wieder zurück nach unten zu fahren.

Auch jetzt galt es wieder, jeweils einige Zeit anzustehen. Am Morro da Ucra kauften wir uns noch einen Kaffee und beobachten einige kleine Äffchen, bevor wir schließlich die Seilbahn zurück zur Bergstation nahmen.

Direkt neben dem Zuckerhut liegt ein kleiner Strand, die Praia Vermelha. Wir schauten uns diesen Strand kurz an. Auf dem Weg kamen wir noch an einem Denkmal, dem Monumento aos Heróis de Laguna e Dourados, zum Tripel-Allianz-Krieg vorbei.
Praia Vermelha
Nach dem kurzen Abstecher zu diesem Strand wollten wir uns gerne noch die Copacabana anschauen. Daher liefen wir zurück zur Bergstation des Zuckerhuts um uns von dort aus ein Taxi zu nehmen. Dort wurden wir direkt von mehreren Taxifahrern "überfallen", die uns ihre Dienste angeboten haben. Nach kurzer Verhandlung hatten wir einen Fahrer gefunden, der uns zur Copacabana brachte.

In Brasilien war zu unserer Reisezeit gerade Winter. Offensichtlich waren Temperaturen um etwa 20°C für die Bevölkerung zu kalt, um Baden zu gehen. So waren nur sehr wenige Menschen am Strand, noch weniger im Wasser. Wir setzten uns einige Zeit an den Strand und beobachteten die Wellen und das Meer. Von Zeit zu Zeit kamen Verkäufer vorbei, die allen möglichen Kram anboten.
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Uns wurden neben diversen Kleinigkeiten zu essen, Hütte, Brillen und sogar Trikots der deutschen Fußballnationalmannschaft angeboten. Als die Sonne begann unterzugehen machten wir uns auf den Weg zurück zum Hotel.

Direkt neben unserem Hotel befand sich ein kleines Lokal. Dort gingen wir essen. An diesem Abend kamen wir auch das erste Mal mit einem sehr typischen Gericht für diese Gegend in Kontakt: Reis mit schwarzen Bohnen und einer dunklen Soße. Diese Speise sollte uns bis zum Ende der Reise begleiten und fast jeden Abend als eine Zutat auf dem Speiseplan stehen.

Bilder dieses Tages

Rio de Janeiro from Morro da Urca Rio de Janeiro from Morro da Urca Weißbüscheläffchen - <i>Callithrix jacchus</i> - Morro da Urca
Rio de Janeiro from Morro da Urca Rio de Janeiro from Morro da Urca Weißbüscheläffchen - Callithrix jacchus - Morro da Urca
 
Rabengeier - <i>Coragyps atratus</i> - Zuckerhut Rio de Janeiro from Pão de Açúcar Rio de Janeiro from Pão de Açúcar
Rabengeier - Coragyps atratus - Zuckerhut Rio de Janeiro from Pão de Açúcar Rio de Janeiro from Pão de Açúcar
 
Rio de Janeiro from Pão de Açúcar Rio de Janeiro from Pão de Açúcar Rio de Janeiro from Pão de Açúcar
Rio de Janeiro from Pão de Açúcar Rio de Janeiro from Pão de Açúcar Rio de Janeiro from Pão de Açúcar
 
Pão de Açúcar from Morro da Urca Klettere am Zuckerhut Monumento aos Heróis de Laguna e Dourados
Pão de Açúcar from Morro da Urca Klettere am Zuckerhut Monumento aos Heróis de Laguna e Dourados
 
Monumento aos Heróis de Laguna e Dourados Copacabana Copacabana
Monumento aos Heróis de Laguna e Dourados Copacabana Copacabana
 
Copacabana Copacabana Copacabana
Copacabana Copacabana Copacabana