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Tag 4: Ankunft in der Serra do Cipó

13.07.2015

Wir mussten sehr früh aufstehen, da ein Inlandsflug von Rio de Janeiro nach Belo Horizonte anstand.

unser Flieger nach Belo Horizonte
Da wir Angst hatten einige Zeit im dichten Verkehr von Rio stecken zu bleiben wollten wir bereits gegen 8 Uhr abfahren, obwohl der Flug erst um 11.15 Uhr startete.

Ein letztes Mal ließen wir uns Taxis rufen. Die Fahrt zum Flughafen verlief problemlos, wir waren offensichtlich früh genug um dem Verkehrschaos zu entgehen. Daher hatten wir auf dem Flughafen einige Zeit übrig, die wir nun einfach absitzen mussten. Um die Zeit etwas zu überbrücken machten wir uns auf die Suche nach einen Geldautomaten um uns nochmal mit etwas Geld zu versorgen. Leider konnten wir keinen finden, der unsere Karten akzeptierte, daher verschoben wir diese Tätigkeit auf Belo Horizonte.

Der Flug dauerte nicht sonderlich lange. In dieser Zeit schaffte es die Stewardess nicht einmal, die Getränkebecher wieder einzusammeln, so dass wir sie bis zur Landung in der Hand hielten. Einmal mussten wir den Landeversuch abbrechen und wieder durchstarten, schließlich landeten wir aber sicher in Belo Horizonte. Auf dem Flughafen sollten wir uns mit Carlos treffen.

Es war kein Problem, Carlos zu finden. Dank seiner Hilfe fanden wir nun auch schnell einen Geldautomaten, der unser Karten annahm. Carlos riet uns dazu, lieber etwas mehr mitzunehmen, da er nicht sicher war, ob wir in den kommenden Tagen an Geld kommen würden. Er vermutete, dass es in der Gegend, in die wir die nächsten Tage fahren werden keine internationalen Geldautomaten geben würde.

Nun mussten wir unsere beiden Mietwagen abholen. Die Autos hatte ich im Vorfeld von Deutschland aus reserviert. Wir liefen also nun zu dem entsprechenden Stand der Mietwagenfirma. Von dort aus wurden wir zur Abholstation gebracht. Dieses Mal lief alles problemlos, so dass wir wenige Zeit später unsere Autos hatten. Erwähnenswert ist sicher noch, dass wir mehrmals auf den tadellos sauberen Zustand der Autos aufmerksam gemacht wurden. Das sollte sich schnell ändern.....

Für die ersten beiden Übernachtungen hatte Carlos eine kleine Unterkunft in der Nähe der Serra do Cipó gebucht. Auf der Fahrt dorthin lernten wir bereits eine Eigenart des Verkehrs kennen, die wir aus Rio noch nicht genannten, die sogenannten Lombadas. Dabei handelt es sich um kleine Hügel, die quer auf die Straße gebaut wurden. Diese dienten – sehr effektiv – der Geschwindigkeitskontrolle. Sie waren in der Regel so gebaut, dass man maximal mit Schrittgeschwindigkeit darüber fahren konnte.

eine Elektrodusche
Oftmals kamen sie scheinbar wie aus dem Nichts. Sie sollten uns von nun an bis zum Ende unserer Reise begleiten.

Kurz vor 15 Uhr kamen wir in unserer Unterkunft an. Wir wollten nur schnell einchecken, da Carlos uns gerne schnell noch einen Standort in der Nähe zeigen wollte. Wir brachten schnell unsere Sachen auf unsere Zimmer und wollten kurze Zeit später bereits wieder losfahren. Leider mussten wir aber feststellen, dass ein Reifen nur sehr wenig Luft hatte. Damit unterwegs nichts passiert wollten wir den Reifen kurz überprüfen lassen. In der kleinen Stadt gab es auch eine Art Werkstatt, die wir aufsuchten. Dort wurde uns etwas Luft in den Reifen gepumpt.

Der Standort, den Carlos uns zeigen wollte lag einige Kilometer in den Bergen. Leider war es mittlerweile bereits recht spät am Nachmittag, so dass es bereits leicht dunkel wurde, als wir ankamen. An diesem Standort wachsen jede Menge Karnivoren. Wir fanden dort einige Drosera, Utricularia und Genlisea. Wir blieben dort bis kurz nach Sonnenuntergang. Da wir auf die Schnelle kaum etwas erfassen konnten, was es dort alles zu sehen gab, beschlossen wir, diesen Standort ein paar Tage später nochmal etwas genauer anzuschauen.

In einem kleinen Restaurant gingen wir am Abend etwas essen.

eine Elektrodusche
In einem angeschlossenen Shop kauften wir noch ein paar Getränke für den Abend in unserer Unterkunft.

Zurück in der Unterkunft machten wir uns kurz etwas frisch. Dabei kamen wir zum ersten Mal mit den für diese Gegend typischen Duschen in Berührung. Anders, als in Rio waren die Duschen hier elektrisch betrieben. Für die Temperatureinstellung gab es genau drei Stufen, kalt, mittel und warm. Die Elektrik hing zum Teil offen im Duschraum rum. Nachdem wir uns alle etwas frisch gemacht hatten trafen wir uns auf der Veranda wieder. Dort verbrachten den Rest des Abends.